Sehr geehrter Herr Minister Prof. Dr. Lorz,
die Landestagung des Verbandes „Bildungsfaktor Abitur.Hessen“ ist eine seit vielen Jahren etablierte Veranstaltung, unserer Ansicht nach eine „Institution“ in Hessen.
Wir freuen uns immer, dass Sie selbst dort stets präsent sind und mit zuletzt über 400 Schulleiterinnen, Schulleitern und Schulleitungsmitgliedern ins Gespräch kommen.
Dafür sind wir Ihnen dankbar. Schon jetzt haben wir die Veranstaltung im kommenden Jahr auf den 18.11.2020 terminiert und den Termin mit Ihrem Büro abgestimmt. Auch dafür danken wir Ihnen und Ihrem Team.
Der Termin ist also stets frühzeitig bekannt und wird in diesem Sinne auch so frühzeitig kommuniziert.
Mit zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Ihres Hauses sind wir im engen Kontakt und sie werden bei der Landestagung in gut zwei Wochen (am 20.11.19) in
Friedberg dabei sein.
Unverständnis aber löst die Absage der Abteilung für Personalzuweisung und Personalversorgung aus. Nach derzeitigem Stand lässt sich kein Vertreter des HKM finden, der am 20.11. in Friedberg als Gesprächspartner der AG 3 dabei sein wird.
Zuletzt schrieb uns Heike Jäger, Referatsleiterin II.2.:
„Frau Heiser hatte mir Ihre Nachfrage weitergeleitet, die ich gerne zentral für unseren Bereich beantworte. Ich kann gut nachvollziehen, dass Sie die Situation, wie sie sich nun anbahnt, als unglücklich empfinden. Gleichzeitig bitte ich Sie nochmals um Verständnis, dass wir Ihre Veranstaltung in diesem Jahr nicht unterstützen können, da der November für den Zuweisungsbereich zum einen sowieso immer von einem sehr hohen Arbeitsaufkommen infolge des Statistiktermins 1.11. belastet ist und zum anderen in diesem Jahr noch einige zusätzliche zeitkritische Sachverhalte zu bewältigen sind. Wir hatten Ihnen diese Rückmeldung auch so früh wie möglich gegeben, um es Ihnen zu ermöglichen, Ihre Planungen entsprechend anzupassen.
Es tut mir leid, dass ich ebenfalls Ihre Anfrage wegen der Unterstützung der Veranstaltung durch Bereitstellung von Unterlagen negativ bescheiden muss, was ich Ihnen
gerne nachfolgend näher erläutern möchte. Unterlagen, die so ausgearbeitet sind, dass sie zum Verteilen geeignet wären, halten wir nicht vor, d.h. sie müssten zunächst
erstellt werden. Wenn dann zudem keine Person vor Ort ist, um die angefragten Sachverhalte im Detail zu erläutern und Rückfragen unmittelbar zu klären, dann besteht
zum einen das Risiko, dass Informationen falsch verstanden und unter den Kolleginnen und Kollegen weiter verbreitet werden, so dass sie erst wieder mühselig richtig
gestellt werden müssen. Zum anderen dürfte es in der Tat wahrscheinlich sein, dass uns im Nachgang eine Sammlung von kleinteiligen Fragen mit der Bitte um
schriftliche Beantwortung erreicht. In Summe könnte diese Variante folglich zu einem höheren Arbeitsaufwand führen, als wenn ein/e HKM-Vertreter/in den Workshop geleitet hätte. Somit kann ich mit Verweis auf das oben beschriebene anstehende hohe Arbeitsaufkommen für diese Art der Unterstützung ebenfalls keine Zusage machen.“
Ich möchte darauf hinweisen, dass wir zwar im September erste Hinweise erhalten haben, dass das HKM keinen Vertreter entsenden wird, dass wir aber an der – aus
unserer Sicht unverzichtbaren – AG festgehalten und es tatsächlich nicht für möglich gehalten haben, dass das HKM hier gänzlich von einer Beteiligung absieht.
Gerade angesichts drängender Personalversorgungsfragen können wir nicht nachvollziehen, dass das Ministerium nicht vor Ort ist. Die überall neu zu besetzenden
neunten Jahrgänge im Rahmen des letzten Schritts der Umstellung auf G9, die große Anzahl an notwendigen Stellen, der zum Teil große Fächermangel – all das sind ungemein drängende Fragen.
Wir haben inzwischen hessenweit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Landestagung die Entscheidung Ihres Hauses bekannt gegeben, hoffen aber dennoch,
dass sich durch Ihre Unterstützung eine fachkompetente Person im Ministerium und in der zuständigen Abteilung finden lässt, die trotz des „sowieso immer“ wiederkehrenden Statistiktermins und trotz „zeitkritischer Sachverhalte“ für knapp zwei Stunden nach Friedberg kommen kann.
Hiermit bitten wir Sie ausdrücklich um Ihre Unterstützung und um eine Antwort.
Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen und den Zuständigen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen im Namen des Landesvorstandes
Stefan Alsenz
